MARINA ABRAMOVIC SAGT
Von Franz Dobler | 27. Januar 2013 | Kategorie: Lifestyle | Kommentare deaktiviert für MARINA ABRAMOVIC SAGTIch glaube nicht an Pension, ich werde auf dem Schlachtfeld sterben.
Ich glaube nicht an Pension, ich werde auf dem Schlachtfeld sterben.
Er „tat das, was alle gescheiterten Deutschen tun: Er machte mit seiner Frau eine Kneipe auf.“
(Helmut Mauró, 25.1.2013, Süddeutsche Zeitung)
Eigentlich wollte ich schon immer nur Theaterkritiker werden. Diesem Ziel bin ich jetzt ein großes Stück nähergekommen Dabei habe ich mir „Das Himbeerreich“ angesehen. Ein Ausdruck von Gudrun Ensslin, mit dem sie die reiche BRD meinte.
Kettensägensätze // 13.01.2013 // Mit einer Betonung hier und einer kleinen Geste da machen großartige Schauspieler hochkomplizierte Sätze aus der Finanzwelt plötzlich verständlich. Trotzdem geht Andres Veiels Wirtschaftsdrama „Himbeerreich“ schließlich pleite.
Sie können hier weiterlesen: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/andres-veiels-himbeerreich-kettensaegensaetze-12022961.html
ERGÄNZUNG: Die doppelt so lange Version jetzt hier in der jungen Welt vom 16.3. mit dem Titel „Alle im Abseits“ (die FAS hatte den Titel „Kettensägensätze“ gewählt, während ich mir zuerst „Auch Langweil´essen Seele auf“ ausgedacht hatte und für die zweite Version „Auch Langeweile essen Seele auf“):
http://www.jungewelt.de/2013/01-16/022.php
Da war ich!
wollten wir schon zu Weihnachten für Euch, unsere Lieben, abwerfen, jetzt kommen sie wirklich. Nur für alle, die sich in diesen für uns in Germanistan wahnsinnig harten Zeiten ein wenig Resthumor bewahrt haben.
Also steigense aus oder schnallnse sich an: sozusagen VHS-Kurs – (ich finde die VHS toll, das ist wohl klar!) – für alle am Literaturberuf Interessierten … Dieser Brief erreichte mich (unwesentlich gekürzt):
„Kunstverein KUNSTGEFLECHT e. V. – gemeinnützig zur Förderung der Kunst und der Kultur. Neunkirchen-Seelscheid, 11. Dezember 2012
Sehr geehrter Herr Dobler,
die neue Ausgabe unser Zeitschrift „RHEIN!“ (Nr. 6) ist in Vorbereitung. Erscheinen wird sie im Frühjahr 2013 im Kidemus Verlag Koeln – kurz nach der Nr. 5 a, einer Sonderausgabe mit Literatur und Kunst zum Rolandsbogen. Zu beziehen ist die Zeitschrift ueber jede Buchhandlung, ueber Amazon usw.
Wir wuerden uns freuen, wenn Sie uns geeignete Texte schicken koennten: Bitte nur bisher Unveroeffentlichtes – Lyrik, kurze Prosatexte, Mischformen (Literatur und Photographie usw.), insgesamt nicht mehr als 10 Arbeiten, im einzelnen moeglichst nicht mehr als 3-4 Manuskriptseiten. Thematisch KOENNEN Sie sich auf den Rhein beziehen (Landschaft, Menschen, Geschichte, Rhein-Mythos, die Nebenfluesse usw.), MUESSEN dies aber NICHT tun. Bitte mit einer kurzen Biographie/Bibliographie moeglichst als Word-Dateien im Anhang eines E-Briefes bis Ende Dezember 2012 an uns senden. Wir koennen leider kein Honorar zahlen, aber natuerlich erhaelt jeder Autor ein Belegexemplar. Fuer weitere Exemplare gilt ein Sonderpreis. (…)
Wir wuerden uns freuen, sollten Sie Exemplare der Hefte „RHEIN!“ Nr. 1-5 bestellen (siehe die Übersicht weiter unten). Sie erhalten sie zum Autorenpreis von 6 Euro (inkl. Porto) statt der sonst ueblichen 10 Euro (100 Seiten im Buchformat mit farbigen Abbildungen).
In naechsten Fruehjahr haben KUNSTGEFLECHT und Zeitschrift zwei Jahre hinter sich – mit zehn literarisch-musikalischen Veranstaltungen zwischen Siegburg, Koeln und Berlin (darunter die erste Lesung Jochen Kelters in seiner Geburtsstadt Koeln!), mit vielen Worten, Bildern, Klaengen. Ein Markstein war die Sonderausgabe „Deutsche Literatur aus Rumaenien“ (Nr. 4). (…)
Mit herzlichen Gruessen vom KUNSTGEFLECHT, Rolf S.
Übersicht über die bisherigen Hefte: „RHEIN!“ Nr. 1 (Februar 2011) (Essays zu Francisco Tárrega und zur Rheinlyrik 1810-2010; Lyrik u. a. von Frederike Frei, Harald Gröhler, Shuang Zhao; Übersetzungen von Gedichten von Apollinaire und Matthew Arnold).“ (usw)
Ich habe naturgemäß freundlich wie immer geantwortet: Sehr geehrter Herr S., vielen Dank für Ihre Anfrage. Es ist mir jedoch, wie den meisten Mitgliedern der Arbeiterklasse, nicht möglich, für umsonst zu arbeiten. Sogar und vor allem in der Adventszeit. Alles Gute! mit freundlichen Grüßen.
nannte ich mit reinem Gewissen der jungen Welt:
Alben
Kid Kopphausen: I (Trocadero)
Masha Qrella: Analogies (Morr)
Bernadette La Hengst: Integrier mich, Baby (Trikont)
Smokestack Lightnin´: Stolen Friends (Witchcraft International)
Becky Lee and Drunkfoot: Hallo Black Halo (Voodoo Rhythm)
Song des Jahres „Im Westen nichts Neues“ von Nils Koppruch/Kid Kopphausen
Hier das mehr als dreckige Dutzend der Kollegen btr. alle Künste:
http://www.jungewelt.de/2012/12-29/052.php?sstr=vernunft
Und hier meine 2012 Hits in den Rubriken, die keiner wissen wollte:
Vinyl 7″: Way Down Gone b/ Money (That´s What I Want) von The Perch Creek Family Jugband (Off Label Records)
Album Extraordinaire, das mich weiter begleiten wird: Andromeda Mega Express Orchestra/ Bum Bum/ Alien Transistor
Zeitungskolumne: Wiglaf Droste/ täglich in: junge Welt/ (kein Titel)
Blog: Peter Glaser/“Glaserei“
Film: Moonrise Kingdom
Fernsehn in Serie: Justified und gleichwertig 2broke girls
Musikbuch: HF Coltello/ Einige Abenteuer und seltsame Begegnungen im Leben des stillen Kommandeurs. Roman, Salis Verlag, 408 S., keine Fotos
(Colt mit links nicht Mutter, sondern Knarf Shakin Rellöm)
Retro Music Shiiittt: Hank Mobley & Lee Morgan
Selbstgehaltene Lesung: Nürnberg/ K4
Bestes immer noch nicht gekauftes Album: Gangstagrass/ Rappalachia (fuckin Import)
Längstes Telefonat: 71:22 Minuten, Mittsommernacht, mit dem Künstler Jochen Stenschke, mit dem ich schon befreundet war, als wir noch nicht zu sagen wagten, dass wir vielleicht lieber doch nicht Automechaniker bzw. Flugkapitän werden wollten. Wir diskutierten die meiste Zeit über mein aktuelles Lieblingsbild von ihm:
Hier mehr Abbildungen von ihm:
Es ist nicht mehr lustig. Ich kann nicht dauernd durch „meine“ Stadt – das „eher etwas dämliche Augsburg“ (Zitat von mir, ich wiederhole mich gern) – laufen und dabei ständig Gefahr, dass man mich fragt, jaha, warum bist du denn nicht beim sensationellen Brecht-Festival 2013 dabei?! Ausgerechnet in oho deiner Stadt?!(Mit so´nem Unterton).
Ja, warum: Weil ich zu blöd bin? Weil ich zu rechts bin? Weil meine Texte nicht schön genug geschrieben sind?
Dann sag ich´s mal so: Beim letzten Festival – oder war es das davor? Egal, wen interessiert dieser fuckin Shit… – war ich eingeladen und antwortete wahrheitsgemäß: ich hätte a) gerade sehr wenig Zeit und legte b) keinen so wahnsinnig großen Wert darauf, bei einer städtischen Veranstaltung, die letztlich unter der Hand dieses Kulturreferenten geschehe, mitzuspielen. Peter Grab heißt der Ersatzbürgermeister, wahrscheinlich Dr., ich habe keine Ahnung, will auch keine haben. Der eingetragene Verein, für den er im Stadtrat seinen irrsinnig harten wie tollen Job macht, heißt „Pro Augsburg“.
Ich frage mich jetzt, ob sich an meiner Einstellung etwas geändert hat. Muss ich mal drüber nachdenken. Wenn ich mal Zeit habe, mich um diese Art Quatsch zu kümmern.
Denn wie schon der große Brecht sagte: Sei gut zu denen, die dir wohl gesonnen, und zu deinen Feinden, so sie dir keinen Frieden gewähren, sei hart und lasse sie nicht über dich herrschen.
You write because you have
something to say
or you write because you have
nothing to say
(kaufen Sie dieses Buch, das ein schönes Heft ist: Ira Cohen/Jürgen Ploog/Florian Vetsch: A Night in Zurich. 48 S. Verlag Der Kollaboratör, Luzern 2012)
der/die glaubte, über uns auspacken zu müssen/können/dürfen. Auch noch unter Pseudonym. Das sind uns die liebsten.
Aber wie schon der Titel ankündigte, unter dem Cole Younger Vorträge hielt, nachdem er sich vom Bösen abgewandt hatte: Verbrechen zahlt sich nicht aus. Auch ein Buch kann ein Verbrechen sein. If in doubt, fragen Sie IhreN BuchhändlerIn.
Im Bücherschrank Ihrer Oma stand das Ding vielleicht auch in dieser Verpackung:
Das Filmplakat, vor dem Ihre Oma zum ersten Mal den Opa küsste, sah jedoch so aus:

Anyway. Unsere Ex-MitarbeiterInnen können auspacken, was sie wollen. Wir überleben sie alle. Weil das unser verdammter Job ist. Und den machen wir so gründlich wie emotionslos. Sagen Sie das Ihrem Anwalt. Auf dem Golfplatz. Oder wo sonst er Sie aufs Kreuz legt.
dieses Online-Magazins sind nicht einfach so rausgeflogen. Wie bei Beamten, man musste sich schon sehr viel Mühe geben. Und dann, natürlich, wollen sie uns am liebsten… teeren und federn mindestens. Wollen wir aber nicht. Deshalb bleibt ihnen nie was anderes übrig, als Inside-Stories zu bringen, die niemanden interessieren. Dies war damals die erste:
Live Fast, Love Hard, Die Young.
(Man schrieb das Jahr 1955. Und mein Kalender „The Beat Goes On“ kommentiert am Todestag des Singing Sheriff: „erschoss sich auf dem absteigenden Ast“. Man schrieb das Jahr 1996).