MOJO NIXON SAGT
Von Franz Dobler | 3. Dezember 2012 | Kategorie: Lifestyle | Kommentare deaktiviert für MOJO NIXON SAGTDu kannst cool nicht kaufen.
(Daumen runter)
Du kannst cool nicht kaufen.
(Daumen runter)
Hubl G. hat einen großartigen Artikel über Musik und -machen geschrieben, genauer gesagt, es ist die genaue Skizze zur von ihm gehaltenen Rede anlässlich der Verleihung des Dr.h.c. der Universität von Irkutsk/Sibirien aufgrund seines musikalischen Lebenswerks, zu dem auch einige Produktionen mit der sibirischen Sängerin Stepanida Borisova gehören.
Unsere Wege hatten sich am Anfang gekreuzt: Ich schätze 1978 schrieb ich meinen ersten Artikel über Musik in den Schongauer Nachrichten und das war zugleich der erste Artikel, der über ihn (bzw. seine damalige Band Allgäu) geschrieben wurde. Um diese Begegnung zu verarbeiten, ließen wir uns auf verschiedene Kollaborationen ein (vgl. CD Ich möchte Musik machen können – A Tribute to Rainer Werner Fassbinder, für die wir einen Track als Fans mit Blumen einspielten, oder The DJ Hörspiel Ensemble) und tun das weiter bis übermorgen.
http://www.hubl.com/die-kraft-der-neugierde.html
(ex-Foto:) Mein spiritueller Anlageberater Hubl Greiner is “a devil-of-a-fellow and probably one of the most creative producers and musicians in his profession in Europe”, schrieb das Ear Magazine/New York.
der texanischen Kleinstadt, die durch den Waylon-Jennings-Song einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde: es kam zu nicht unerheblichen Unruhen, nachdem der pensionierte Polizist Ltd. Bernie Ohls dieses Foto auf seine Facebook-Seite gestellt hatte.
(Das Foto, das immer wieder verschwindet, geht so: der gute Mann hält eine 45er an den Kopf von einem Schokonikolaus und die Unterzeile sagt: „same procedure as last year“.)
Natürlich habe er damit niemanden in seinen religiösen Gefühlen verletzen wollen, erklärte Mr. Ohls dem Reporter der Dallas Morning News. Fügte jedoch hinzu: „Ich muss Ihnen allerdings sagen, Sir, dass dieses Land vor allem das Problem hat, dass immer mehr Menschen ihren Grips und Humor verkümmern lassen.“
Mr. Ohls erklärte, er wolle nun nicht mehr Öl ins Feuer gießen, sondern werde sich einige Wochen bei seiner Schwester Audrey in Nashville zurückziehen, bis der Weihnachtsmann und seine Freunde ihren Job wieder einmal zu aller Zufriedenheit erledigt hätten.
zumindest in diesen beiden Punkten: Trikont und X-Mas-Trikont. Meara gibts need zum song. Unser Filmredaktor sagt in dieser Sekunde, er würde lieber bei Trikont die Papierkörbe entleeren als bei uns Chef des ganzen Feuilletons zu werden. Als täten die den Deppen dort gebrauchen können. Den wir eher erschießen als feuern würden. Also, liebe AbonenntInnen, schmeißt euer Geld in genau dieses Fenster rein:
X-MAS AKTION 2012
LADIES & GENTLEMEN – TRIKONT PROUDLY PRESENTS
DAS SUPER-TROOPER-TRIKONT-KOLLEGEN-WEIHNACHTS-AKTIONS-PAKET
GÜLTIG VOM 1.12.2012 bis 20.12.2012
In dieser Zeit zahlen Sie bei Bestellung per E-Mail an email hidden; JavaScript is required : Einfache CD + Vinyl – 10 Euro, Doppel-CD + Vinyl – 12 Euro, Soulfood-Box – 15 Euro, Valentin-Box – 35 Euro, Mossmann-Box – 20 Euro, 3 Tornados – 20 Euro. Bereits reduzierte CDs bleiben gleich. Porto kommt noch oben drauf .
Münchner, Ihr könnt gerne auch vorbeikommen und in unserem Lager stöbern. (Montag mit Freitag 10:00 – 17:00 Uhr ist immer jemand da.) (Anm. d. Red.: Nur die Münchner?! Da lachen ja die Hühner.)
Ansonsten findet sich alles unter www.trikont.de und dann ab die Post an email hidden; JavaScript is required
DIESE ANGEBOTE SIND NICHT FÜR WIEDERVERKÄUFER BESTIMMT. Es grüßen aus München-Obergiesing: Eva Mair-Holmes und die Trikont-Jungs und Mädels.
Unser Filmredaktor muss sich natürlich auch noch einmischen:
Gustl Mollath nämlich. Die Kampagne unterstützt der geschätzte Kollege Stefan Wimmer und dem schließen wir uns an und fordern unsere Leser auf dasselbe zu tun. Alle Informationen und Unterschrift hier:
(Ill. von Glaserei/Peter Glaser: Alexander Rodtschenko, Plakatentwurf (1924)
ist der Freizeitdruck bekanntlich erheblich höher als im Rest der Welt. Deshalb machen dort viele Menschen verständlicherweise gar nichts mehr außer dem Üblichen.
Deshalb wollen wir an diesem, naturgemäß tristen, Novembertage speziell unseren Abonnenten in Berlin und New York mit sorgfältig ausgewählten Freizeitgestaltungstipps behilflich sein:
BERLIN: Donnerstag, den 29. November 2012 um 20 UhrRosa von Praunheim (in Person)Mit einem Film von Elfi MikeschAutorenbuchhandlung, Else-Ury-Bogen 599-601Stadtbahnbögen am Savignyplatz, 10623 Berlin-CharlottenburgRosa von Praunheim: Ein Penis stirbt immer zuletzt – 70 Gedichte, 70 Zeichnungen, 7 Kurzgeschichten208 Seiten, ISBN 978-3-927795-60-0
NEW YORK:
![]() ![]() ![]() ![]() |
|
„Ich kann verstehen, dass, wenn mehr als dreihundert Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, man emotional reagiert.“
Julia Jäkel, Vorstandsmitglied Gruner+Jahr, FAZ 24.11.2012
(Über eine Abb. konnte sich die Redaktion aus emotionalen Zeitfenstergründen mal wieder nicht einigen).
Mit diesem Titel schrieb ich heute einen Leserbrief an die junge Welt folgenden Inhalts:
„Die Schlagzeile ‚Krieg gegen Kinder‘ (junge Welt, 20.11.2012) ist immer richtig. Dieser Artikel darunter ist jedoch falsch, denn es wird der Anschein erweckt, die Hamas würde die Kinder, die in Israel leben, nicht bombardieren.
Ich bin seit 15 Jahren junge Welt-Autor und kann deshalb diese Haltung und Berichterstattung nicht akzeptieren.“
Hier der Artikel: http://www.jungewelt.de/2012/11-20/053.php
Mit einigen Freunden, die sich mit dem anhaltenden Trend der neuen, jugendlichen, scheinbar so wahnsinnig lässigen, angeblich besonders talentierten bayerischen Volks- und Irgendwie-Popmusik ziemlich gut auskennen, hatte ich erst paar Diskussionen.
Die eigentlich keine Diskussionen waren, sondern Beschimpfungen in dieselbe Richtung. War keine große Überraschung, aber auch etwas beruhigend, dass der jeweils andere diesen pestartigen Trend im Fahrtwind von La Brass Banda, für die sich auch schon keiner begeistern konnte, auch nicht leiden konnte. Manchmal ist es eben ein okayes Gefühl, zu merken, dass man nicht ganz allein in der Meinungswelt herumsteht.
Ich erinnerte mich vage, dass ich über diesen ganzen Mistkarren schon mal geschrieben hatte. Und tatsächlich. In Trash No.9, 1994, hatte ich die erste Welle mal kurz ins Visier genommen, anlässlich der Veröffentlichung von Attwengers „Luft“ auf Trikont. Hat also nichts geholfen, aber hinzufügen kann ich dem auch nichts:
„Es macht mir keinen Spaß, eine offene Tür einzurennen, und deshalb fällt mir zur Neuen Alpenländischen Volksmusik (NAV) was anderes ein: Aus regional bedingten Gründen interessiert mich die NAV schon die ganze Zeit und mittlerweile habe ich die meisten ihrer Mitglieder bei Liveauftritten oder im Fernsehen mitbekommen.
Und inzwischen gehöre ich zu der Gruppe, die glaubt, dass das meiste von der NAV ziemlicher Humbug ist. Ich weiß schon – die SPD-Chefin Renate Schmidt sagt öffentlich was ganz anderes. Sie findet die NAV „im Großen und Ganzen“ ziemlich toll. Aber schon Engholm hat sich positiv zu Hiphop geäußert und ist trotzdem Baden gegangen.
Das alte und immer kotzigere Problem der SPD: zu Allem und Jedem den super-modernen Max raushängen lassen, und wenn dann die Asyldebatten anstehen, den Schwanz einziehen und den Schulterschluss machen mit jedem x-beliebigen reaktionären Dreck.
Als solchen kann man jetzt keinen NAV-Text bezeichnen, aber doch viel zu viele gehen stark in Richtung dusslige Naturverbundenheit und Träumerei von einem Alpenland in zart gemalten Farben. Wobei mich selber die Beobachtung verblüfft hat, dass, musikalisch betrachtet, die Altmodischen spannender sind als die Fraktion der Schlagzeug- und E-Gitarren-Benutzer.
Das ist schon fast eine Faustregel: Was an Rock- und Popmusik in die NAV reingeraten ist, ist naiv, lächerlich, vorgestrig – mit einem Wort: haarsträubend.
Hubert von Goisern kann so authentisch reden und sympathisch abrocken wie er will, aber mit seinen Alpinkatzen hat er fast nur Mist eingespielt. Den hätten Sparifankal schon vor 15 Jahren aus dem Zelt gefegt. Wobei ich – schlimm genug – klarstellen muss, dass ich nicht zu denen gehöre, die behaupten, die Alpinkatzen dürften nicht zur NAV gehören, weil sie schon zuviel Rockmusik machen; auweh – wenn man sich diese Gruppe der NAV-Anhänger mal genauer ansehen würde: keinen Pfennig würde ich da auf irgendwas wetten!
Zumindest eins ist dem Kenner jetzt natürlich klar: Die Interpreten kann er mit dem Gemaule aber nicht meinen! Meint er auch nicht. Und Attwenger natürlich sowieso überhaupt nicht. Ich kanns drehen und wenden, wie ich will, von Text bis Bühne, von Traditionskenntnis bis Tonträger und von Leidenschaft bis Modernität: Attwenger sind einfach in der Hitparade der NAV eine Klasse für sich. Sie waren das von Anfang an und daran hat sich auch mit dem neuen Album „Luft“ nichts geändert.
Wie lange sie das durchhalten, kann ich nicht wissen. Nur eins würde mich glaub ich nachdenklich machen: Wenn sie zur Eröffnungsgala einer bayrischen Ministerpräsidentin aufspielen mit einer Renate Schmidt am Saxophon.“
Tja, da war inzwischen ne Menge Kommen und Gehen da draußen. Nur eins ist klar: Attwenger überleben sie Gottseidank alle, und, möchte man so gesagt hinzufügen, mit einer extremst hohen Nachhalltigkeit.
If in doubt consult your local Heimatpfleger. Fangen Sie das Gespräch mit „Kraudn Sepp konnte ja bekanntlich kaum Notenlesen“ an, damit er/sie Sie auch gescheit ernst nimmt.